Leistungsbeurteilung

Wie sind Schularbeiten geregelt?

Für Schularbeiten gibt es ganz bestimmte Vorschriften, die eingehalten werden müssen:

  • Die Schularbeitentermine müssen im ersten Semester spätestens vier Wochen, im zweiten Semester spätestens zwei Wochen nach Beginn des Semesters bekannt gegeben werden.
  • Schularbeiten darf es nicht auf drei aufeinanderfolgende schulfreie Tage oder an einem einer mehrtägigen Schulveranstaltung folgenden Tag geben.
  • In der AHS darf an einem Schultag nicht mehr als eine Schularbeit stattfinden, weiters nicht mehr als zwei Schularbeiten pro Woche.
  • In den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, in den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und in den Bildungsanstalten für Sozialpädagogik darf keine Schularbeit stattfinden, wenn für einen Schultag für einen Schüler mehr als eine Schularbeit oder in einer Woche mehr als drei Schularbeiten vorgesehen wären.
  • Der Schularbeitsstoff muss den Schülerinnen und Schülern mindestens eine Woche vor der Schularbeit bekannt gegeben werden. Der in den letzten beiden Unterrichtsstunden vor der Schularbeit behandelte Stoff darf nicht Gegenstand der Schularbeit sein.

Wann muss eine Schularbeit wiederholt werden?

Wenn mehr als der Hälfte der Schülerinnen und Schüler, die an der Schularbeit teilgenommen haben, mit ,,Nicht genügend“ beurteilt werden, ist die Lehrkraft verpflichtet, die Schularbeit zu wiederholen. Allerdings muss es eine neue Aufgabenstellung aus demselben Stoffgebiet geben. Die bessere Note zählt. Die Schularbeit muss binnen zwei Wochen stattfinden und wiederum binnen einer weiteren Woche korrigiert werden. Der Termin der Nachschularbeit muss bei der Rückgabe der Schularbeiten bekanntgegeben werden und im Klassenbuch eingetragen werden.

Wie ist Mitarbeit definiert?

Um die Mitarbeit eines Schülers im Unterricht festzustellen, wird der Gesamtbereich der Unterrichtsarbeit in den einzelnen Unterrichtsgegenständen folgendermaßen erfasst:

  • in die Unterrichtsarbeit eingebundene mündliche, schriftliche, praktische und graphische Leistungen,
  • Leistungen im Zusammenhang mit der Sicherung des Unterrichtsertrages einschließlich der Bearbeitung von Hausübungen,
  • Leistungen bei der Erarbeitung neuer Lehrstoffe,
  • Leistungen im Zusammenhang mit dem Erfassen und Verstehen von unterrichtlichen Sachverhalten,
  • Leistungen im Zusammenhang mit der Fähigkeit, Erarbeitetes richtig einzuordnen und anzuwenden.

Wie sind Aufzeichnungen zur Mitarbeit geregelt?

Deine Lehrerin bzw. dein Lehrer hat eine kontinuierliche Aufzeichnung über deine Mitarbeit zu führen, was bedeutet, dass du nicht aufgrund von 3 Mitarbeitsminusen eine schlechtere Note bekommen kannst. Die Mitarbeit ist jedoch ein für Lehrerinnen und Lehrer sehr dehnbares Thema, weil sie eigentlich alles und nichts bewerten können. Es darf jedoch keine Selbstverständlichkeit sein, dass nur schlechte Mitarbeit bewertet wird, gute jedoch als Voraussetzung gilt und deshalb nicht vermerkt wird. Man sollte deswegen am Jahresanfang mit jeder Lehrerin und jedem Lehrer vereinbaren, welchen Einfluss die Mitarbeit auf die Note hat.

Was ist eine mündliche Übung?

Eine mündliche Übung ist eine systematische und zusammenhängende Behandlung eines im Lehrplan vorgesehenen Stoffgebiets oder eines Themas aus dem Erlebnis- und Erfahrungsbereichs des Schülers durch den Schüler in Form eines Referates, einer Redeübung oder dergleichen.
Das Thema einer mündlichen Übung ist spätestens eine Woche vorher festzulegen. Sie darf nur während der Unterrichtszeit stattfinden und soll an Pflichtschulen und der AHSUnterstufe nicht länger als 10 Minuten, ansonsten nicht länger als 15 Minuten dauern.

Was passiert, wenn ich beim Schummeln erwischt werde?

Offensichtlich vorgetäuschte Leistungen sind nicht zu beurteilen. Das heißt du kannst kein Nicht Genügend dafür bekommen. Wenn du beim Schummeln erwischt wirst ist die Schularbeit so zu werten als hättest du gefehlt!
Wenn du beim Schummeln erwischt wurdest und dir deine Lehrerin bzw. dein Lehrer dadurch keine Note für das Semester- bzw. Jahreszeugnis geben kann, muss er dich eine Feststellungsprüfung über das betreffende Semester machen lassen.

Was wird bei der Betragensnote beurteilt?

Das Verhalten des Schülers in der Schule und in der Öffentlichkeit darf in die Leistungsbeurteilung auf keinen Fall einbezogen werden, da es hierfür die Betragensnoten gibt. Der Beschluss über die Betragensnote findet in der Klassenkonferenz statt. Allerdings wird nur das persönliche Verhalten und die Einordnung in die Klassengemeinschaft beurteilt.