Schülervertretung & SGA

Wie funktioniert die Schulsprecherwahl?

Die Wahl zum Schulsprecher unterliegt dem geheimen und persönlichen Wahlrecht. Jede Wahlberechtigte oder jeder Wahlberechtigte erhält einen sechszeiligen Stimmzettel, auf dem die Kandidatinnen und Kandidaten zur Schulsprecherin oder zum Schulsprecher gereiht werden müssen. Die Erstreihungen und Wahlpunkte bestimmen über die Position des Gewählten. Besitzt eine Kandidatin oder ein Kandidat mehr als die Hälfte der Erstreihungen, so ist diese Person die Schulsprecherin oder der Schulsprecher. Falls keiner der Kandidatinnen oder der Kandidaten eine solche Mehrheit erzielen kann, so kommt es zur Stichwahl zwischen den Erstgereihten. Die Stellvertreterinnen bzw. die Stellvertreter werden nach Wahlpunkten von oben nach unten gereiht.
Die Wahl hat unter der Aufsicht der Schulleitung zu passieren und muss innerhalb der ersten fünf Wochen des Schuljahres geschehen – dies gilt für alle AHS und BMHS Schulen. An lehrgangsmäßigen Berufsschulen muss die Klassensprecherin oder der Klassensprecher innerhalb der ersten Woche Schulwoche des Lehrgangs gewählt werden und die Wahl der Schulsprecherin oder des Schulsprechers inklusive der Stellvertreterinnen bzw. Stellvertretern muss innerhalb der ersten zwei Wochen stattfinden.
Hat eine Kandidatin oder ein Kandidat zwar am meisten Erstreihungen, jedoch unter 50% und verliert sie oder er die Stichwahl, kann es passieren, dass eine andere Kandidatin oder ein anderer Kandidat 1. Stellvertreter wird – obwohl dieser weniger Erstreihungen hat, aber dafür mehr Wahlpunkte bekam.
Wichtig zu wissen ist, dass es für die Wahlberechtigten eine Möglichkeit geben muss, die Kandidatinnen und Kandidaten kennen zu lernen.

Wann und wie oft tagt der SGA?

Der Schulgemeinschaftsausschuss muss mindestens einmal im Semester tagen. Auf Ansuchen von einem Drittel der Mitglieder aufgrund eines Antrages, muss die Direktorin bzw. der Direktor innerhalb einer Woche einen weiteren SGA einberufen. Der erste SGA muss spätestens zwei Wochen nach Wahl aller SGA-Mitglieder stattfinden.

Wer ist Teil des Schulgemeinschaftsausschusses?

Der Schulgemeinschaftsausschuss ist in jeder mittleren und höheren Schule, sowie an allen Berufsschulen zu bilden. Er besteht aus der Direktorin bzw. dem Direktor und je drei Vertreterinnen bzw. Vertretern der Eltern, des Lehrkörpers und der Schülerschaft. Die 3 Kurien (=Eltern-, Lehrer-, Schülervertreter) sind die Schulpartner und haben neben der Schulebene auch Vertreterinnen bzw. Vetreter auf Landes- und Bundesebene. Nur die Schulpartner sind im SGA stimmberechtigt, nicht aber die Direktorin bzw. der Direktor. Sie bzw. er führt jedoch den Vorsitz und entscheidet bei Stimmengleichheit.
Die Lehrervertretung wird im Gegensatz zur Schüler- und Elternvertretung nur alle zwei Jahre gewählt.

Ist die Wahl eines Unterstufensprechers verpflichtend?

Die Wahl einer Unterstufensprecherin bzw. eines Unterstufensprechers ist zwar nicht verpflichtend, hat sich aber jedoch als vorteilhaft herausgestellt. Schülerinnen und Schüler aus der Unterstufen fällt es erfahrungsgemäß leichter, wenn sie sich an eine Person ihres Alters wenden können. Für diese Funktion ist jede Klassensprecherin bzw. jeder Klassensprecher der 5.-8. Schulstufe berechtigt. Die Wahl findet geheim, unmittelbar, gleich und persönlich statt.

Worüber wird im SGA entschieden?

Der SGA ist beschlussfähig, wenn zumindest die Hälfte der Mitglieder und wenigstens ein Mitglied jeder Kurie (Eltern, Lehrer, Schüler) anwesend sind.

Über die anschließenden Punkte wird mit einfacher Mehrheit entscheiden:

  • Kooperationen mit Schulen oder außerschulischen Einrichtungen
  • die Hausordnung
  • die Erlassung schulautonomer Lehrplanbestimmungen
  • mehrtägige Schulveranstaltungen
  • die Erklärung einer Veranstaltung zu einer schulbezogenen Veranstaltung
  • die Durchführung (einschließlich der Terminfestlegung) von Elternsprechtagen
  • die Bewilligung zur Durchführung von Sammlungen
Über folgende Punkte wird im SGA mit einer 2/3 Mehrheit außer jeder Kurie entschieden (dazu müssen auch mind. 2/3 jeder Kurie anwesend sein):
  • die schulautonome Festlegung von Eröffnungs- und Teilungszahlen
  • schulautonome Schulzeitregelungen
  • die schulautonome Festlegung von Reihungskriterien
  • die Bewilligung zur Organisierung der Teilnahme von Schülern an Veranstaltungen
  • Vorhaben, die der Mitgestaltung des Schullebens dienen